Die Kirche von Othmarsingen

Geschichte - Beschreibung - Öffnungszeiten

 

Geschichte

Marienkapelle

1371 wurde zum ersten Mal die Marienkapelle von Othmarsingen in einer Urkunde erwähnt. Sie stand an dem damals rege benutzen Hauptverkehrsweg von Bern über Lenzburg – Hendschiken – Baden nach Zürich. Die Marienkapelle war damals eine Filiale der Staufbergkirche. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Herrschaft mehrmals: ein Teil der Othmarsinger musst den Zehnten der Kirche in Ammerwil entrichten, andere Dorfteile unterstanden der Gerichtsbarkeit der Herren von Lenzburg und wieder andere der Pfarrei vom Staufberg. 1528 wurde Othmarsingen reformiert. Drei Jahre später eroberten die Innerschweizer das Freiamt wieder für den katholischen Glauben zurück. Othmarsingen aber blieb reformiert. So kam es, dass die Marienkapelle unverhofft an vorderster Front zum katholischen Freiamt stand.

Der Bau der heutigen Kirche

Die Umstände, die zum 1675 zum Neubau der Kirche führten, sind nicht genau bekannt. Wir wissen nicht, ob die Marienkapelle in den Wirren des Glaubenskrieges zerstört wurde. Hahn auf dem KirchturmDie heutige zwölfeckige Kirche wurde 1675 innert wenigen Kirchturm von SüdenMonaten erbaut, allerdings ohne Kirchturm. Stattdessen wies die Kirche einen Dachreiter (=kleines Türmchen) auf.
Da die Othmarsinger Kirche nicht die Rechtsstellung einer von Bern unterhaltenen selbständigen Pfarrkirche hatte, sondern nur ein der Dorfgemeinschaft dienendes Filialgotteshaus war, hatten die Dorfbewohner selbst für die Baukosten aufzukommen.
Damals gab es in  Othmarsingen rund drei Dutzend Haushaltungen. Jeder Familienvater steuerte im Durchschnitt fast zwei Monatslöhne an den Bau der reformierten Kirche.  Ausserdem wurde die umliegenden bernaargauischen Kirchgemeinden, Städte und Landvogteien um Unterstützung gebeten. 

Die Gründung der Kirchgemeinde Othmarsingen und Anbau des Kirchturmes

Damals gehörte ein Teil von Othmarsingen zur Kirchgemeinde Ammerswil, der Rest zur Kirchgemeinde Lenzburg. 1873 wurde Othmarsingen zu einer eigenständigen Kirchgemeinde und 1879 trat Jacob Heiz als erster Pfarrer der neuen  Kirchgemeinde sein Amt an. Pfarrer Heiz war auch maßgeblich daran beteiligt, dass 1895 der Glockenturm angefügt wurde.

Umfassende Renovation

1998 bis 2001 wurde die Kirche, die unter Denkmalschutz steht,  total restauriert und erstrahlt jetzt wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit.

zum Seitenanfang

 

Beschreibung der Kirche

Chor mit Kanzel und TaufsteinUnsere Kirche birgt viele Schätze, die der aufmerksame Besucher in und um die Kirche herum entdecken kann.

Chor und Kanzel

Im vorderen Teil der Kirche dominiert die steinerne Kanzel mit einem Aufbau aus Holz. Die prächtige Sandsteinkanzel stammt von Abraham Dünz, der auch als Architekt den Kirchenbau 1675 leitete.  Das Chorgestühl ist aus Holz gefertigt und reich verziert. Ebenfalls im Chor befinden sich  8 Holzschnitte, auf denen das Gleichnis vom verlorenen Sohn dargestellt wird.

Glasfenster mit Wappenscheiben unter der EmporeDie Glasfenster sind zum Teil 1675 gemalt worden. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts befinden sich in Othmarsingen nur noch Kopien. Die Originale sind im Landesmuseum Zürich ausgestellt.

Taufstein

 

Der Taufstein aus Marmor stammt aus dem Jahr 1730. Seine zentrale Position im Chor wird durch das Mosaik auf dem Fußboden verstärkt.

 

 

Die Fensterbilder im Chor

Die Glasmalereien im Chor der Kirche wurden vom Maler und Bildhauer Hansjakob Güder geschaffen. Er lebte von 1631 bis 1691.

Das Chorgestühl und Holzschnitte im Chor, die Kirchenbänke

Die Geschichte vom verlorenen Sohn über dem Chorgestühl:

Das Gleichnis vom verlorenen SohnDas Gleichnis vom verlorenen SohnDas Gleichnis vom verlorenen SohnDas Gleichnis vom verlorenen SohnDas Gleichnis vom verlorenen Sohn

reich verziertes Chorgestühl und Kirchenbänke:

Chorgestühlschön verziertes Fries über dem Chorgestühl

Balustrade zwischen Chor und KirchenschiffAlle Kirchenbänke weisen an der Seite wundervolle Blumenornamente auf.Besonders reich verziertes Ornament an der Bank beim Mittelgang.

Empore mit Orgel

Orgel und Wandgemälde

Den hinteren Teil der Kirche überragt die Empore, auf der sich die Orgel befindet. Die Orgel wurde 2002 total revidiert.

Anfang des 20. Jahrhunderts schuf der Lenzburger Künstler Werner Büchli zwei Bilder im Eingang Nord und vier grosse Wandgemälde im Kirchenschiff . Sie wurden 2001 ebenfalls restauriert.

Hiob: Du redest wie die törichten Frauen reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? (Hiob 2.10)Jesaja: Die Strafe liegt auf Ihm, auf dass wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt. (Jesaja 53.5)Johannes: Es kommt einer nach mir, der ist stärker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, dass ich ihm die Riemen seiner Schuhe löse. (Markus 1.7)Moses: Der Herr unser Gott hat einen Bund mit uns gemacht zu Horeb. Höret seine Gebote und Rechte, dass ihr darnach tut. (5. Mose 1.1,2)

zum Seitenanfang

 

Öffnungszeiten der Kirche

Die Kirche ist täglich geöffnet: Winterzeit:
Sommerzeit:
 von 9 bis 17 Uhr
 von 9 bis 19 Uhr

 

zum Seitenanfang